0

Zitronen aus Hellas

Geschichten und Rezepte von einer, die auszog um griechisch zu leben

Auch erhältlich als:
9,90 €
(inkl. MwSt.)

Nicht lieferbar

In den Warenkorb
Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783942223096
Sprache: Deutsch
Umfang: 202 S.
Format (T/L/B): 1.5 x 21 x 15 cm
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Das Alltagsleben in Griechenland, bereichert mit vielen Kochrezepten - aus der Sicht einer Deutschen - mit einer großzügigen Portion Humor und Gelassenheit im Gepäck, um für alle süßen und sauren Überraschungen à la hellenika gewappnet zu sein. 2 Auflage = Januar 2014

Autorenportrait

Edith Engelmann, 1957 in Oberhessen geboren. Nach ihrem Marketingstudium, arbeitete sie für internationale Konzerne. Seit 2000 lebt sie in Griechenland, als Marketing- und Kommunikations-Beraterin, Übersetzerin, Autorin und Mutter.

Leseprobe

'Und was willst du mal machen, wenn du alt bist?', fragte mich vor mehr als 30 Jahren meine Freundin. 'Ich? Ach, ich kaufe mir ein Schaf, setze mich unter einen Mangobaum und schreibe über das Leben und was mir dabei so alles einfällt.' Ein Mangobaum ist es ja jetzt nicht geworden, sondern ein Zitro-nenbaum. Ein Schaf habe ich auch nicht, aber vier Esel. Und schreiben - na, das wird sich herausstellen. Und zwar in diesem Fall erst einmal als das, was uns und mir so alles passiert ist, seit wir die nördlichen Gefilde zugunsten der griechischen Sonne eingetauscht haben. Wir, das sind mein derzeit pubertierender Sprössling, mein griechischer Lebensgefährte und meine Wenigkeit, knapp 1,60 m groß, geboren in der schönen Mitte Deutschlands und inzwischen seit einigen Jahren auf den Peloponnes eingebürgert. Eigentlich wollte ich ja nur eine Anzahl Rezepte aufschreiben, und zwar nur von Früchten, die bei uns draußen im Garten wachsen - im Wesentlichen also darüber, was man mit Zitronen und Orangen machen kann. Aber dann ist die Geschichte doch ausgeufert. Zu irgendeinem Zeitpunkt meinte ein sehr alter und guter Freund von mir lautstark lachend: 'Du? - Und Kochbuch? - Das wird eine Satire.' Über dieser Aussage habe ich dann zunächst betroffen meditiert, bis es mir dämmerte: Das Leben selbst ist eine satirische Komödie - jedenfalls, wenn ich an mein eigenes denke. Und dann war die Idee schlechthin geboren: Ich erzähle unsere Erlebnisse der ersten Jahre als Auswanderer kombiniert mit den Rezepten von allem Möglichen, was bei uns so täglich auf den Tisch kommt! Viele der dargebotenen Staun- und Kochgeschichten wären natürlich griechisch, aber es kämen auch Reste anderer Landesaufenthalte dazu. Erst nachdem ich hierher gezogen war, fand ich viele Dinge über die Griechen und Griechenland heraus, über die ich mir nie zuvor Gedanken gemacht hatte und die mir völlig neu waren. Klar sprechen die Leute hier Griechisch, aber was hat es mit dieser Sprache auf sich? Klar hatten die Griechen Könige, aber ich wusste vorher nicht, dass sie sie aus verschiedenen europäischen Landen demokratisch importiert hatten. Klar wusste ich, dass die griechische Sprache viele Worte exportiert hat - aber bei manchen war ich schon wirklich sehr erstaunt, als ich sie identifizierte. Ostertraditionen, Weihnachtskobolde und Allzumenschliches, von dem ich nie zuvor etwas gehört hatte. Alles das habe ich zusammengebracht in hoffentlich interessanten Geschichten. Gewürzt mit einer Prise Humor. Wenn jemand in ein anderes Land zieht, dann steht er oder sie oftmals wirklich netten kleinen Problemchen gegenüber, und zwar komplett ohne jegliche Ahnung, wie sich selbige lösen lassen. Entweder weil man die Sprache nicht kann, oder weil man einfach nicht begreift, worum es eigentlich geht. An viele neue Dinge muss man sich gewöhnen - und das lokale Essen ist nur eines davon. Viele Dinge fallen einem auf, über die man sich aufregen könnte - oder aber man versucht gelassen darüber zu lachen und es in sein Leben zu integrieren. Alle diese Kleinigkeiten sind hier festgehalten: griechische und für uns neue Traditionen; Amüsements mit Organisationen, Dienstleistern und Institutionen. Kleine Anekdoten - lebendig, vielfältig, mit einem Zwinkern im Auge, aus einem Land mit einer großen Vergangenheit und vielen kleinen Geschichten. Diese Auswahl von Geschichten soll bewusst kein Reiseführer sein und zum zehntausendsiebenhundertunddreiundzwanzigsten Mal die Akropolis beschreiben oder all die vielen Tempel, Ruinen, Stelen und Plätze. Stattdessen habe ich das als Gegenstand gewählt, was mir täglich in Form von Leben unter griechischer Sonne begegnet.